Historisches Museum Bern Musee Historique de Berne
Architektur
Ein «Museumsschloss»
Das Haupthaus des Bernischen Historischen Museums wurde von 1892 bis 1894 nach den Plänen von André Lambert errichtet. Der Neuenburger Architekt griff einerseits Bauformen des 15. und 16. Jahrhunderts auf. Andererseits nahm er historische Schlösser zum Vorbild. Der historistische Baustil sollte jene Zeit zum Leben erwecken, aus der zentrale Sammlungen des Hauses stammen. Das Glasmosaik von Léo-Paul Robert über dem Haupteingang stellt farbenprächtig die Zeitalter der Geschichte dar. Bereits wenige Jahre nach der Eröffnung zeigte sich, dass die Räumlichkeiten nicht ausreichten, um die wachsenden Sammlungen zu beherbergen. Die Schenkung der bedeutenden orientalischen Sammlung von Henri Moser machte eine erste Erweiterung nötig, die 1922 als rückwärtiger Anbau (Moser-Anbau) fertiggestellt wurde.
KUBUS
Bis zur nächsten baulichen Erweiterung sollte es mehr als 80 Jahre dauern. Der Erweiterungsbau Kubus wurde von 2006 bis 2009 nach den Plänen des Architekturbüros :mlzd erstellt. Er beinhaltet Kulturgüterschutzräume (Depots), einen grossflächigen Ausstellungssaal sowie Büroräumlichkeiten. Südseitig wird der Bau von einer kunstvoll strukturierten und kristallin geschnittenen Betonhaut ummantelt. Nordseitig spiegelt eine Vollglasfassade den gegenüberliegenden schlossartigen Altbau. Der spannungsvolle Dialog von Alt und Neu entfaltet sich in respektvoller Distanz. Dies dank des dazwischen liegenden Platzes, über welchen die Parkareale vor und hinter dem Museumsschloss miteinander verbunden sind. Eine breite Freitreppe führt auf den tiefer liegenden, rückwärtigen Museumspark hinab.
Unsere Architekturführungen ermöglichen die vertiefte Auseinandersetzung mit dem preisgekrönten Erweiterungsbau Kubus samt einem Blick ins Innere. Anmelden
Der Museumspark
Der Park des Bernischen Historischen Museums wurde wie das Gebäude vom Architekten André Lambert entworfen. Entgegen den ursprünglichen Plänen wurde der Park allerdings nicht ausschliesslich mit einheimischem Gehölz bepflanzt. Rund die Hälfte des heutigen Bestandes stammt noch aus der Entstehungszeit des Parks Ende des
19. Jahrhunderts. Der Museumspark steht heute wie das Museumsschloss unter Denkmalschutz.